Das Einwegpfand ist 2025 gestartet, aber die Sammelinfrastruktur dahinter ist über dreißig Jahre älter. Am 5. Februar 1993 gründete die österreichische Wirtschaft die Altstoff Recycling Austria AG - eine direkte Antwort auf die damals neue Verpackungsverordnung und die darin verankerte Herstellerverantwortung.
Neun Bundesländer, neun Regeln
Jahrzehntelang hatte die Sammlung allerdings ein Problem, das mit Umweltbewusstsein wenig zu tun hatte: Sie funktionierte in jedem Bundesland anders. Was in Wien in die Gelbe Tonne durfte, gehörte in einem anderen Bundesland woanders hin - und wer umzog, musste das Trennen neu lernen. Die Unsicherheit darüber, was denn nun wo hineingehört, war ein realer Verlust an gesammeltem Material.
Ab 2025 gilt überall dasselbe
Seit 1. Jänner 2025 werden Leicht- und Metallverpackungen österreichweit gemeinsam im Gelben Sack und in der Gelben Tonne gesammelt. Joghurtbecher, Plastiksackerl, Tuben, Getränkekartons, Dosen und Flaschen kommen damit im ganzen Land in denselben Behälter. Die Vereinheitlichung wurde ab 2023 schrittweise vorbereitet und kommt bei den Konsumentinnen und Konsumenten gut an - was wenig überrascht: Eine Regel, die man sich merken kann, wird häufiger befolgt als neun, die man nachschlagen muss.
Quellen
Firmengeschichte - Altstoff Recycling Austria
Einheitliche Verpackungssammlung kommt gut an - ARA
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